Afrikanische Schweinepest bei Hausschweinen in Polen

Jäger in Alarmbereitschaft!

Hochansteckend und in jedem Fall tödlich: die Afrikanische Schweinepest. Foto FLI, 2013
Hochansteckend und in jedem Fall tödlich: die Afrikanische Schweinepest. Foto FLI, 2013

(Berlin, 25. Juli 2014) In Polen ist die afrikanische Schweinepest (ASP) erstmalig bei einem Hausschwein nachgewiesen worden. Dies bestätigte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) am 24. Juli mit Bezug auf eine Mitteilung der Europäischen Kommission (KOM). Der landwirtschaftliche Betrieb liegt im polnischen Bezirk Podlaskie, der aufgrund von ASP-Nachweisen bei Wildschweinen bereits Restriktionsgebiet im Sinne des EU-Durchführungsbeschlusses (2014/178/EU) ist. Der Betrieb liegt etwa 2,5 Kilometer von der weissrussischen Grenze und 4 Kilometer vom Fundort eines an ASP verendeten Wildschweins entfernt.

 

Der Deutsche Jagdverband appelliert an alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland in Alarmbereitschaft zu sein. „Bei Auffälligkeiten im eigene Revier sollte unverzüglich das Veterinäramt informiert werden“, sagt DJV-Vizepräsident und Veterinär Dr. Wolfgang Bethe. „Das Virus ist hochansteckend und für Schweine tödlich. Daher sollten alle Restriktionen, die eine effektive und flächendeckende Schwarzwildbejagung in Deutschland unterbinden, wie etwa die Jagdruhe in Schutzgebieten, aus dem Weg geräumt werden.“ Bei dem hohen Bestand an Hausschweinen in Deutschland dürfe man die Seuche nicht auf die leichte Schulter nehmen.

 

Zum Merkblatt für Jäger, herausgegeben vom hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

 

Aufgetretene ASP-Fälle laut Tierseuchen-Meldesystem der EU (Stand: 24. Juli 2014): 

Polen:

Hausschweine: 1 Fall

Wildschweine: 9 Fälle

 

Litauen:

Wildschweine: 2 Fälle (aus Januar 2014)

 

Lettland:

Hausschweine: 11 Fälle

Wildschweine: 19 Fälle