Feldhase ist Tier des Jahres 2015

Aktuelles Engagement der Deutschen Wildtier Stiftung zum Schutz des Feldhasen

Seit 1992 wählt die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild jedes Jahr das Tier des Jahres. Wildtiere, um die wir uns besonders kümmern müssen, erhalten durch den Titel "Tier des Jahres" ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit.

In diesem Jahr wurde, wie schon 2001, der Feldhase Tier des Jahres. Er wird auf der bundesweit geführten Roten Liste als gefährdet eingestuft.

Seit ihrer Gründung engagiert sich die Deutsche Wildtier Stiftung mit verschiedenen Aktivitäten für das Wohl des Feldhasen.


Projekt "Hasenland"

Die Deutsche Wildtier Stiftung verbessert den Lebensraum des Feldhasen auf einer Fläche in der Gemeinde Galenbeck in Mecklenburg-Vorpommern. Das bedeutet unter anderem: späte Mahd zum Schutz der Junghasen, keine Arbeiten in der Dunkelheit, geringe Arbeitsgeschwindigkeiten der landwirtschaftlichen Erntemaschinen sowie Verzicht auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel.

Durch eine Flächenpatenschaft der Marke ViO können bereits 220 Hektar Grünland Feldhasen-gerecht bewirtschaftet werden. 


Projekt "Energie aus Wildpflanzen"

Das Netzwerk Lebensraum Feldflur, das unter anderem von der Deutschen Wildtier Stiftung koordiniert wird, zeigt mit seinem Projekt "Energie aus Wildpflanzen", wie die Energieerzeugung aus Biomasse mit den Zielen des Natur-, Arten- und Landschaftsschutzes verbunden werden kann.

Ziel ist es, in ganz Deutschland Saatgutmischungen aus ertrag- und blütenreichen heimischen Wildpflanzen anstelle von Monokulturen zur Energiegewinnung zu etablieren.

Wie hilft das dem Hasen? Durch die Mehrjährigkeit der Pflanzen findet der Feldhase über das ganze Jahr Deckung und Nahrung, durch die später angesetzte Mahd gibt es weniger Mähverluste bei Jungtieren.


Wussten Sie eigentlich...?

Paarungsverhalten der Hasen

In klimatisch milden Teilen Deutschlands beginnen die flinken Langohren bereits fleißig mit der Partnersuche. Dass Hasen eine an sich sehr paarungsfreudige Art sind, ist gemeinhin bekannt.  Aber wussten Sie eigentlich, dass es innerhalb eines Wurfes verschiedene Hasenväter geben kann?