Umweltministerium plant neue Jagdverordnung

Einschnitte ins Jagdrecht befürchtet - Nicht mit uns!

Auf der Tagesordnung der schwarz-grünen Koalition, die seit Anfang 2014 die Landesregierung stellt, steht nun die neue hessische Jagdverordnung (JVO), in der die Durchführungsverordnungen zum Jagdgesetz zusammengefasst werden sollen. Die Vorschriften der künftigen JVO werden unter anderem auch die Jagd- und Schonzeiten regeln. Alle Betroffenen müssen aktiv werden, um bereits im Vorfeld tiefgreifende Einschnitte in Jagdrecht und Jagdausübung zu verhindern.

In ihrer Koalitionsvereinbarung hatten CDU und Grüne festgeschrieben, die Liste der jagdbaren Tierarten „auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen“. Dazu gehöre für beide Parteien auch, „dass der Jagdschutz auf

bestandsbedrohte Tierarten ausgeweitet wird“. Dies ist in Hessen allerdings bereits der Fall. Denn § 29 des Hessischen Jagdgesetzes bestimmt wörtlich: „Zum Jagdschutz gehören neben der Aufgaben des

§ 23 Bundesjagdgesetz auch der Schutz bestandsbedrohter Wildarten und der Schutz jagdlicher Einrichtungen“. Offenbar versteht jedoch das Wiesbadener Umweltministerium unter „Jagdschutz“ genau das Gegenteil: Nicht der Jagdschutz soll ausgeweitet, sondern die Bejagbarkeit bestimmter Wildarten verringert werden.

Am 21. Oktober 2014 kündigte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) in Rüdesheim vor Jagdjournalisten an, dass der JVO-Entwurf noch in Bezug auf die Liste der jagdbaren Tiere und die Schon- und Jagdzeiten

intern abgestimmt werde und demnächst „in die Verbändeanhörung gehe“. Zum 1. April 2015 sollten die neuen Vorschriften in Kraft treten. Auf telefonische Nachfrage des LJV-Pressesprechers erklärte die

Pressestelle des Umweltministeriums, dass die „Anhörung“ diverser Tier- und Naturschutzverbände

und natürlich auch des LJV für Anfang Dezember 2014 geplant sei. Der Zeitplan dürfte aber jetzt nicht mehr aktuell sein.

Hinter den Kulissen machen NABU und BUND gemeinsam mit mehr oder weniger seriösen Tierschutzverbänden schon seit geraumer Zeit Druck auf die Grünen. Das signalisieren auch jüngste flankierende Berichte in den Medien –wie im HR-Fernsehen –, die unkritisch die Positionen der

Jagdgegner vertreten und Argumente der Jäger einfach unterschlagen.

Noch können Jäger und Jagdrechtsinhaber bei der Jagdverordnung ein Wörtchen mitreden und diese offensichtliche Hinhaltetaktik unterlaufen.

Die hessischen Jagdvereine werden bereits mit entsprechenden Informationen und Hinweisen auf den Protest vorbereitet, der Widerstand formiert sich. Per E-Mail, LJV-Homepage und Facebook werden

auch die hessischen Jägerinnen und Jäger kurzfristig über die Lage informiert. Mailen Sie deshalb umgehend Ihrem Jagdverein Ihre E-Mail-Adresse zu, damit dieser Ihnen die aktuellen Informationen Ihres

LJV weiterleiten kann – immer mit der vollständigen Postanschrift und Telefonnummer.

Noch schneller geht es, wenn Sie sich gleich auf der Internetseite des LJVHessen (http://www.ljv-hessen.org) für dessen Newsletter anmelden.

Reden Sie mit, protestieren Sie mit!

A. Michel, LJV