Wissensbasierter Weg statt Panikmache

DJV fordert aussagekräftige Kriminalstatistik

Anlässlich der IWA OutdoorClassics, Europas größter Fachmesse für Waffen, die ab heute in Nürnberg stattfindet, fordert der Deutsche Jagdverband (DJV) eine Versachlichung der Diskussion um den rechtmäßigen privaten Waffenbesitz. „Überzogene Kontrollgebühren und unsachliche Diskussionen sind kein Beitrag zur öffentlichen Sicherheit“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke.

Der DJV fordert in der Diskussion um den Waffenbesitz den „wissensbasierten Weg“ statt Ideologie und Panikmache. Zentrale Aufgabe der Politik muss daher eine Nachbesserung der polizeilichen bundesweiten Kriminalstatistik sein: Diese unterscheidet derzeit bei Straftaten mit Schusswaffen nicht zwischen legalem oder illegalem Waffenbesitz. „Ohne wirklich belastbares Zahlenmaterial wird in regelmäßigen Abständen reflexartig eine Verschärfung des Waffenrechts gefordert, um angeblich mehr Sicherheit zu erreichen“, sagte Dammann-Tamke. „Der Weg zu mehr Transparenz, der mit einem zentralen Waffenregister begonnen worden ist, muss nun auch konsequent zu Ende gegangen werden.“

Jäger gehen mit ihrem Handwerkszeug - den Waffen - verantwortungsbewusst um. Das deutsche Waffengesetz ist eines der strengsten der Welt. Die Herausforderung sind nicht die legalen, sondern die illegalen Waffen. Der DJV fordert Politik und Verwaltung auf, verstärkt gegen den illegalen Waffenbesitz vorzugehen. „Wenn Politik und Verwaltung die Energie, die sie in die Überwachung der legalen Waffenbesitzer stecken, in die Eindämmung des illegalen Waffenbesitzes stecken würden, dann wäre für die innere Sicherheit viel gewonnen“, sagte Dammann-Tamke.

„Die Jägerinnen und Jäger in Deutschland sind sich Ihrer hohen Verantwortung und Sorgfalt als legale Waffenbesitzer gegenüber der Gesellschaft bewusst. Wir erfüllen pflichtbewusst alle Auflagen, erwarten aber auch im Gegenzug von den Kommunen, nicht durch Erhebung von überzogenen Gebühren für die Überprüfung der Aufbewahrung den legalen Besitz für Durchschnittsverdiener unmöglich zu machen“, so Dammann-Tamke abschließend.