Vor Infektion mit Fuchsbandwurm schützen

Füchse vermehren sich in Deutschlands stark. Besonders Landwirte, Jäger, Förster und Waldarbeiter sind dadurch gefährdet, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren.

Auch für Hunde- und Katzenbesitzer besteht eine erhöhte Gefährdung. Die Infektion kann über den Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Tiere – vor allem Füchse, selten auch Hunde und Katzen – erfolgen. Für Jäger ist der direkte Kontakt mit einem erlegten Fuchs Infektionsquelle Nummer Eins.

 

Gefährlich ist auch der Verzehr kontaminierter Waldfrüchte und Pilze oder das Einatmen von Staub aus getrocknetem Fuchskot. Da bis zu 15 Jahre vergehen können, bis Symptome wie Druckempfindlichkeit im Oberbauch eine Infektion anzeigen, ist eine regelmäßige Ultraschalluntersuchung der Leber sinnvoll.

 

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) empfiehlt geeignete Schutzmaßnahmen:

  • Hände nach dem Sammeln von Waldbeeren oder Pilzen waschen,
  • rohe Waldbeeren oder Pilze nie ungewaschen verzehren,
  • Früchte, Pilze etc. intensiv Waschen (entfernt die anhaftenden Eier),
  • Beeren aufkochen oder Pilze braten (tötet die Eier ab, nicht aber Einfrieren!),
  • Hunde und Katzen regelmäßig entwurmen,
  • Schutzausrüstung beim Umgang mit erlegten Füchsen: Korbbrille, Feinstaubmaske FFP3, Schutzanzug (z. B. Einweg-Overall Typ 4B), Einweg-Schutzhandschuhe aus Nitril mit verlängertem Schaft und geschlossene, leicht zu reinigende, desinfizierbare Stiefel.

Besondere Sicherheitstipps speziell für Jäger im Internet unter www.svlfg.de > Prävention > Aktuelles > Infektionsgefährdung Fuchsbandwurm.


SVLFG